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Stationen am Mauerweg

Auf der 160 km langen Trasse der ehemaligen Berliner Mauer wird die Geschichte der Teilung erfahrbar. Teils auf Berliner, teils auf Brandenburger Seite verbindet der Mauerweg bemerkenswerte Landschaften wie das Tegeler Fliestal mit der Berliner Innenstadt. Etwa 45 km des Mauerwegs liegen in der Stadt, 50 km gehören zum Berliner Umland und rund 65 km weit führt die Strecke über ehemalige Kolonnenwege in Brandenburg.
  • Oberbaumbrücke
  • Oberbaumbrücke
  • East Side Gallery nahe der Oberbaumbrücke
  • Engelbecken
  • Checkpoint Charlie
  • Bethlehemskirche
  • Geschichtsmeile Berliner Mauer
  • Geschichtsmeile Berliner Mauer
  • Geschichtsmeile Berliner Mauer, Berliner Abgeordnetenhaus
  • Geschichtsmeile Berliner Mauer, Detlev-Rohwedder-Haus
  • Max Lingner: Aufbau des Sozialismus in der DDR
  • Rundblickbeobachtungsturm, Erna Berger Str. am Leipziger Platz
  • Mauerausstellung am Potsdamer Platz

Die Oberbaumbrücke

Die Oberbaumbrücke entstand 1894-96 nach Entwürfen von Otto Stahn im Stil der märkischen Backsteingotik. Seit 1902 überquerte hier die erste Berliner U-Bahnlinie die Spree. Die Hochbahn erhielt ein neues Viaduktsegment nach Plänen des Spaniers Santiago Calatrava.

Nach der Zerstörung im Krieg und der Sperrung während der Teilung, wurde die Brücke 1994 für den Fußgänger- und Fahrzeugverkehr, ein Jahr später für den Bahnverkehr, wieder freigegeben.

Einen ausgezeichneten Ausblick auf die Oberbaumbrücke haben Sie vom Gröbenufer auf der Kreuzberger Seite.

Die East Side Gallery

An dem mit 1,3 Kilometer längsten erhaltene Abschnitt sind die Dimensionen der Berliner Mauer sinnlich erfahrbar. Die Spree lag hier in ganzer Breite auf Ost-Berliner Territorium und die Sektorengrenze verlief am Kreuzberger Ufer. Deshalb bestand dieser Grenzabschnitt nur aus Hinterlandmauer und Sicherungszäunen

Künstler aus 21 Ländern schufen entlang der Mühlenstraße großformatige Wandbilder. 1996 gründete sich die Künstlerinitiative East Side Gallery e.V., die durch private Spenden die 106 von der Witterung stark mitgenommenen Kunstwerke sanieren und erhalten will. Beginnend am Ostbahnhof konnten in Richtung Oberbaumbrücke bereits 300 Meter saniert werden.

Das Engelbecken

Von der Spree folgte die Mauer zunächst dem ehemaligen Luisenstädtischen Kanal bis zum Engelbecken und bog hier nach Süden zum Landwehrkanal ab. Entstanden war der Luisenstädtischen Kanal um 1850 als Kernstück einer von Lenné konzipierten Grünanlage. 1926 wurden das Engelbecken und der Kanal, aufgrund des ungenügenden Gefälles zugeschüttet. Das Engelbecken wurde 1999 ausgebaggert und hat sich mit Grundwasser gefüllt. Teile des ehemaligen Kanals sind als tiefer liegender Rosengarten angelegt.

Checkpoint Charlie

Ab dem 13. August 1961 durften ausländische Touristen, Diplomaten sowie das Militärpersonal der Westallierten Ostberlin nur noch über den Grenzübergang Bahnhof Friedrichstraße betreten. Dafür richtetenden die westlichen Allierten den Übergang in der Friedrichstraße, Ecke Kochstraße ein. 1990 wurde das Grenzkontrollhäuschen der Amerikaner abgebaut und durch eine Replik ersetzt. Die Porträts eines russischen und eines amerikanischen Soldaten sind eine Auftragsarbeit des Künstlers Frank Thiel

Für die Grenzanlagen wurde die 1735 bis 1737 von Friedrich Wilhelm Dietrichs für böhmische Religionsflüchtlinge erbaute Bethlehemskirche abgetragen. Der Grundriss der Kirche ist auf dem Bethlehemkirchplatz im Pflaster markiert.

Das Museum Haus am Checkpoint Charlie zeigt eine ständige Ausstellung zur Berliner Mauer und den Menschenrechten. Ausgestellt werden Objekte, die zur Flucht genutzt wurden.

Die Geschichtsmeile Niederkirchnerstraße

Etwa 200 Meter der Berliner Mauer sind in der Niederkirchnerstraße am originalen Standort erhalten. Auf dem dahinterliegenden Gelände der "Topografie des Terrors" lagen die Hauptquartiere von Gestapo, SS und Reichssicherheitshauptamt. Eine Ausstellung in den freigelegten Grundmauern der zerstörten Gestapo-Zentrale informiert über die Zusammenhänge.

Das von Hans Sagebiel 1936 errichtete Reichsluftfahrtministerium, heute als Detlev-Rohwedder-Haus Sitz des Bundesfinanzministeriums, nutzte die DDR-Regierung als Haus der Ministerien.

Der als Kunstgewerbemuseum 1881 eröffnete Martin-Gropius-Bau wird nach dem Wiederaufbau nach Plänen von Winnetou Kampmann für Ausstellungen genutzt.

Im kurz vor der Jahrhundertwende nach Plänen von Friedrich Schulze errichteten ehemaligen Preussischen Landtag gründeten 1919 Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg die KPD. Nach dem Umbau von Rolf und Jan Rave von 1991 bis 1993 tagt hier das Berliner Abgeordnetenhaus.

Der Potsdamer Platz

Der pilzförmige "Rundblickbeobachtungsturm" in der Erna-Berger-Straße ist einer der letzten seiner Art. Dieser Typ wurde ab 1969 eingesetzt, später aber von geräumigeren quadratischen Beobachtungstürmen abgelöst

Der Wachturm stand außerhalb des Todesstreifens und diente der Vorfeldsicherung zwischen dem Haus der Ministerien (heute: Bundesfinanzministerium), der Akademie der Wissenschaften der DDR (heute: Berliner Abgeordnetenhaus) und der Hinterlandmauer an der Stresemannstraße.

Elemente der Hinterlandmauer auf dem Leipziger Platz sind vor dem UNO-Gebäude in New York aufgestellt.